Depositengarantiesystem

In den Niederlanden besteht eine Regelung zur Gewährleistung der Interessen der Kontoinhaber bei Banken, die unter der Aufsicht der Nederlandsche Bank stehen. Diese Regelung ist bekannt unter dem Namen: Depositengarantiesystem (DGS).

Eine Bank ist ein Unternehmen, das mit dem Geld arbeitet, das die Kontoinhber der Bank anvertraut haben. Zum Schutze der Interessen der Kontoinhaber stehen die in den Niederlanden niedergelassenen Banken unter strenger Aufsicht der Nederlandsche Bank. 

Die niederländischen Banken gehören traditionell zu den solidesten der Welt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine niederländische Bank ihren Verpflichtungen nicht nachkommen kann, ist daher auch sehr klein. Doch gibt es in unserem Land schon seit 1978 eine Regelung zur Gewährleistung der Interessen der Kontoinhaber: das Depositengarantiesystem. Die gleiche Regelung wurde 1994 auch innerhalb der Europäischen Union eingeführt: Die 'Richtlinie bezüglich des Depositengarantiesystems' vom 30. Mai 1994 verplichtet die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, eine Garantieregelung einzuführen und legt Mindestnormen fest, denen die Regelungen genügen müssen. 

Ab 1. Januar 2007 wurde das Gesetz über die Aufsicht des Kreditwesens 1992 annulliert und damit wurde auch die Kollektive Garantieregelung hinfällig. Ab 1 Januar 2007 trat das Gesetz über die finanzielle Aufsicht (Wft) in Kraft. Es umfasst auch das Depositengarantiesystem, das der Kollektiven Garantieregelung nachfolgte. Zur gleichen Zeit hat das Anlegerkompensationssystem die Stelle der früheren Anlegerkompensationsregelung übernommen. Inhaltlich hat sich das neue Depositengarantiesystem kaum verändert, nur dass der Höchstbetrag der Ausschüttung erhöht und eine begrenzte Selbstbeteiligung eingeführt wurde.

reclamebureau anno nu ifthen.nl